Fristenrechner für Mahnbescheid und Vollstreckungsbescheid

Die Frist für Widerspruch gegen einen Mahnbescheid oder Einspruch gegen einen Vollstreckungsbescheid läuft zwei Wochen ab Zustellung. Fällt das Fristende auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag, wird es auf den nächsten Werktag verschoben. Der Rechner berücksichtigt Feiertage in allen 16 Bundesländern und berechnet Verzugszinsen bis zum Fristende.

Zustellungsdatum rein – letzter Tag für Widerspruch oder Einspruch raus, über Wochenende und Landesfeiertag hinweg verschoben, mit Verzugszinsen bis zu diesem Tag.

Letzter Tag der Frist—
Kalenderfrist ohne Verschiebung—
Verschiebung—Tage
Rechtsbehelf und Grund der Verschiebung—
Rest bis zum Fristablauf—Tage
Verzugszinssatz—% p. a.
Verzugszinsen bis Fristende—€
Pauschale nach § 288 Abs. 5 BGB—€
Forderung plus Zinsen plus Pauschale—€
Wiedervorlage-Check—
Dieses Ergebnis mitnehmen und nicht vergessen
Frist, Zinsen und alle 16 Bundesländer bleiben kostenlos. Die Vollversion exportiert die berechneten Fristen als .csv für Akte und Fristenbuch und erinnert Sie im Browser am Wiedervorlagetermin.
$60 einmalig · ein Lizenzschlüssel pro Person oder Team-Platz. Anwaltliche Erstberatung kostet bis 190 € netto (§ 34 Abs. 1 S. 3 RVG).
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Fristende nach § 222 ZPO
Rechnet die Zwei-Wochen-Frist ab Zustellung und schiebt sie auf den nächsten Werktag, wenn sie auf Samstag, Sonntag oder Feiertag fällt
17 Feiertagsregeln für alle 16 Bundesländer
Kennt Fronleichnam, Allerheiligen, Reformationstag, Buß- und Bettag und die anderen Landesfeiertage, die nur in bestimmten Bundesländern gelten
Verzugszinsen nach § 288 BGB
Rechnet Basiszinssatz plus 9 Punkte (B2B) oder plus 5 Punkte (Verbraucher) taggenau bis zum Fristende und addiert die 40-€-Pauschale
Wiedervorlage-Check
Warnt, wenn der eigene Wiedervorlagetermin nach dem berechneten Fristablauf liegt
CSV-Export der Fristenliste
Bezahlte Ebene: alle berechneten Daten als .csv für Akte, Fristenbuch oder Steuerberater
Erinnerung vor Fristablauf
Bezahlte Ebene: der Browser meldet sich am Wiedervorlagetermin von selbst

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Die 29-$-Ebene fragt erst danach: CSV-Export der berechneten Fristen für Akte und Fristenbuch und eine Browser-Erinnerung am Wiedervorlagetermin.

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Anwaltliche Erstberatung kostet bis 190 € netto (§ 34 Abs. 1 S. 3 RVG); Basiszinssatz 1,52 % seit 01.07.2026 laut Deutscher Bundesbank (§ 247 BGB)

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Fristenrechner Mahnbescheid: § 222 ZPO mit Feiertagen aller 16 Bundesländer

Zustellung am 19.09.2026 in Nordrhein-Westfalen: Der letzte Tag für den Widerspruch ist der 05.10.2026 und nicht der 03.10.2026 — zwei Tage, die für einen Freiberufler mit einem Mahnbescheid im Briefkasten über den Vollstreckungsbescheid entscheiden.

Der Rechenweg, den fast jeder abkürzt, sieht harmlos aus: Der gelbe Umschlag kam am 19.09.2026, die Widerspruchsfrist beträgt zwei Wochen (§ 692 Abs. 1 Nr. 3 ZPO), also ist der 03.10.2026 der letzte Tag. Bis dahin stimmt die Rechnung. Danach nicht mehr. Der 03.10.2026 ist ein Samstag und zugleich der Tag der Deutschen Einheit. Nach § 222 Abs. 2 ZPO endet eine Frist, die auf einen Samstag, Sonntag oder staatlich anerkannten Feiertag fällt, erst mit Ablauf des nächsten Werktages. Der Sonntag danach zählt ebenfalls nicht. Der letzte Tag ist Montag, der 05.10.2026.

Diese Verschiebung geht zu Ihren Gunsten. Gefährlich ist die Gegenrichtung: Feiertage sind Landesrecht.

Zustellung am 13.05.2027, dieselbe Zwei-Wochen-Frist: Die Kalenderfrist endet am 27.05.2027, einem Donnerstag. In Nordrhein-Westfalen ist das Fronleichnam, die Frist läuft bis zum 28.05.2027. In Berlin ist Fronleichnam kein Feiertag — dort ist am 27.05.2027 Schluss. Gleiches Schreiben, gleiche Vorschrift, anderer letzter Tag. Ebenso der Buß- und Bettag, den nur Sachsen hat: rechnerisch der 18.11.2026, in Sachsen der 19.11.2026.

Genau hier irren Chatbots und Kalender-Apps zuverlässig. Sie addieren 14 Tage und hören auf. Sie fragen nicht nach dem Bundesland, weil das Datum für sich genommen ja richtig gerechnet ist. Der Fehler entsteht im zweiten Schritt, den sie nicht kennen.

Die Erweiterung rechnet beide Schritte. Sie tragen das Zustellungsdatum vom gelben Umschlag ein, wählen Mahnbescheid (Widerspruch, § 692 ZPO) oder Vollstreckungsbescheid (Einspruch, § 700 ZPO) und Ihr Bundesland. Heraus kommt der letzte Tag der Frist, daneben die Kalenderfrist ohne Verschiebung und der Grund im Klartext: welcher Feiertag, in welchem Bundesland. Dahinter liegen 17 Feiertagsregeln für alle 16 Bundesländer — neun bundesweite und acht landesrechtliche. Der Ostertermin wird im Code berechnet, nicht aus einer Tabelle gelesen.

Dasselbe Fenster rechnet die Verzugszinsen bis zu diesem Tag mit. Der Basiszinssatz nach § 247 BGB liegt seit dem 01.07.2026 bei 1,52 Prozent. Für eine Forderung gegen ein Unternehmen gilt Basiszinssatz plus neun Punkte (§ 288 Abs. 2 BGB), also 10,52 Prozent; gegenüber einem Verbraucher sind es fünf Punkte, also 6,52 Prozent. Auf eine Hauptforderung von 4.800 € ergibt das bei Verzug seit dem 01.04.2026 genau 187 Zinstage und 258,71 € Zinsen. Zusammen mit der Pauschale von 40 € nach § 288 Abs. 5 BGB steht die Forderung am Fristende bei 5.098,71 €. Weil sich der Basiszinssatz jeden 1. Januar und jeden 1. Juli ändern kann, ist er ein Eingabefeld und kein fest verdrahteter Wert.

Ein letztes Feld aus der Praxis: der eigene Wiedervorlagetermin. Liegt er hinter dem Fristablauf, sagt das Fenster es in Worten.

Das alles ist kostenlos und ohne Schlüssel, für alle 16 Bundesländer und beliebig oft. Bezahlt wird erst die nächste Arbeit, nicht die Antwort selbst: der CSV-Export der berechneten Fristen für Akte und Fristenbuch und eine Browser-Erinnerung am Wiedervorlagetermin, einmalig 60 $. Zum Vergleich: Die anwaltliche Erstberatung darf bis 190 € netto kosten (§ 34 Abs. 1 S. 3 RVG) — und ein versäumter Widerspruch endet im Vollstreckungsbescheid, einem Titel mit 30 Jahren Verjährung nach § 197 Abs. 1 Nr. 4 BGB.

Der Rechner ersetzt keine Rechtsberatung. Er ersetzt den zweiten Rechenschritt, den die meisten überspringen.

Häufige Fragen

Was macht der Fristenrechner Mahnbescheid genau?

Sie tragen das Zustellungsdatum vom gelben Umschlag und Ihr Bundesland ein. Der Rechner nennt den letzten Tag der Zwei-Wochen-Frist nach § 222 ZPO, verschiebt ihn über Samstag, Sonntag und Landesfeiertage und zeigt die Verzugszinsen bis zu diesem Tag. Beispiel: Zustellung 19.09.2026 in Nordrhein-Westfalen ergibt 05.10.2026 statt 03.10.2026.

Für wen ist das gedacht?

Für Freiberufler, Kleinunternehmer und Bürokräfte in Deutschland, die einen Mahnbescheid oder Vollstreckungsbescheid im Briefkasten hatten und selbst entscheiden wollen, bis wann Widerspruch oder Einspruch beim Mahngericht sein muss. Auch für Gläubiger, die wissen wollen, ab wann der Vollstreckungsbescheid beantragt werden kann.

Warum reichen Chatbot oder Kalender-App nicht?

Beide rechnen Zustellung plus 14 Tage und hören dort auf. Sie kennen nicht die 17 Feiertagsregeln, die nur in bestimmten Bundesländern gelten: Fronleichnam, Allerheiligen, Reformationstag, Buß- und Bettag. Genau dort entsteht der Unterschied von einem oder zwei Tagen, und der entscheidet über Vollstreckungsbescheid oder nicht.

Was ist kostenlos und was kostet 60 $?

Kostenlos sind alle zehn Ausgaben: Fristende, Kalenderfrist, Verschiebungstage, Grund, Restfrist, Zinssatz, Zinsen, Pauschale, Gesamtforderung und Wiedervorlage-Check, für alle 16 Bundesländer und unbegrenzt oft. 60 $ einmalig kosten nur der CSV-Export für die Akte und die Browser-Erinnerung am Wiedervorlagetermin.

Was würde das sonst kosten?

Eine anwaltliche Erstberatung zur Frist darf bis 190 € netto kosten, so die Obergrenze in § 34 Abs. 1 S. 3 RVG. Ein verpasster Widerspruch führt zum Vollstreckungsbescheid, und der ist ein Titel mit 30 Jahren Verjährung nach § 197 Abs. 1 Nr. 4 BGB. Der Rechner kostet einmalig 60 $.

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