Prüft den Anzeigentext im Browser auf 9 Regeln aus AGG, SGB IX und der EU-Entgelttransparenzrichtlinie und rechnet das Entschädigungsrisiko in Euro aus.
| Treffer von 9 Regeln | — | Regeln |
|---|---|---|
| Befund | — | |
| Risiko je abgelehntem Bewerber (AGG Paragraf 15 Abs. 2) | — | EUR |
| Risiko über alle offenen Anzeigen | — | EUR |
| Gehaltsangabe (RL (EU) 2023/970 Art. 5) | — | |
| Anspruch geltend zu machen bis (AGG Paragraf 15 Abs. 4) | — |
Der Key schaltet zwei andere Achsen frei: Mitnehmen (CSV-Export des Befunds für Personalakte und Bewerbermanagement) und Wiederholung (Fristalarm vor Ablauf der Zwei-Monats-Frist nach AGG Paragraf 15 Abs. 4).
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Eine arbeitsrechtliche Einzelprüfung einer Stellenanzeige kostet in Deutschland üblicherweise 150-300 EUR Anwaltshonorar (RVG-Stundensatz); die Entschädigung nach AGG Paragraf 15 Abs. 2 beträgt bis zu drei Monatsgehälter.
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14.400 EUR Risiko je abgelehntem Bewerber — so viel steckt in einer einzigen Stellenanzeige, wie sie eine Personalreferentin in München jeden Montag freigibt.
Der Text wirkt harmlos: „Wir suchen eine Sekretärin für unser junges Team in München. Sie sind belastbar, haben Deutsch als Muttersprache und legen Ihrer Bewerbung bitte ein Bewerbungsfoto bei." Durch neun Regeln geschickt, bleiben sieben Treffer stehen.
„junges Team" — Alter. Das AGG nennt in Paragraf 1 das Alter als geschütztes Merkmal. Ein Altersbild im Text ist ein Indiz nach Paragraf 22, und das dreht die Beweislast um: der Arbeitgeber muss widerlegen.
„Deutsch als Muttersprache" meint ein Sprachniveau, schreibt aber einen Geburtsort. „belastbar" ist eine Gesundheitsanforderung ohne Tätigkeitsbezug. „Bewerbungsfoto" ist nicht verboten, aber ein Indiz auf Alter, Herkunft und Geschlecht zugleich.
„Sekretärin" ohne (m/w/d) — Geschlecht. Paragraf 11 AGG verlangt, dass ein Arbeitsplatz nicht unter Verstoß gegen das Benachteiligungsverbot ausgeschrieben wird. Kein Wort zu Schwerbehinderten: SGB IX Paragraf 164 Abs. 1 verlangt die Prüfung, ob freie Stellen mit schwerbehinderten Menschen besetzt werden können.
Keine Gehaltsangabe. Hier wird 2026 fast jede schnelle Auskunft falsch.
Artikel 5 der Richtlinie (EU) 2023/970 verlangt, dass Bewerberinnen das Einstiegsgehalt oder eine Gehaltsspanne schon in der Ausschreibung erfahren, spätestens vor dem ersten Gespräch. Die Umsetzungsfrist lief am 7. Juni 2026 ab; Deutschland hat sie verstreichen lassen, ein Referentenentwurf lag Ende Mai 2026 nicht vor.
Fragt man einen Chatbot, kommt regelmäßig der Satz, die Gehaltsangabe sei seit dem 7. Juni 2026 in Deutschland Pflicht. Richtig ist: Gegenüber öffentlichen Arbeitgebern wirkt Artikel 5 seit dem 8. Juni 2026 unmittelbar, gegenüber privaten erst mit dem deutschen Gesetz. Zwei Arbeitgeber, zwei Antworten, ein Datum.
AGG Paragraf 15 Abs. 2 deckelt die Entschädigung bei Nichteinstellung auf drei Monatsgehälter. Bei 4.800 EUR brutto sind das 14.400 EUR — je abgelehntem Bewerber, nicht je Anzeige. Wer zwölf Anzeigen desselben Musters online hat, trägt 172.800 EUR vor sich her.
Dazu kommt eine Uhr: Nach Paragraf 15 Abs. 4 muss der Anspruch innerhalb von zwei Monaten schriftlich geltend gemacht werden. Eine Absage vom 18. September 2026 ist am 18. November 2026 vom Tisch — bis dahin ist der längst vergessene Text noch beweiskräftig.
Der Stellenanzeigen-Check ist eine Browser-Erweiterung für Chrome, Edge und Firefox. Anzeigentext, Monatsgehalt, Zahl der Anzeigen, Arbeitgebertyp und Datum eintragen — heraus kommen die Treffer im Klartext, beide Euro-Beträge, der getrennte Status der Gehaltsangabe und das Fristdatum.
Dieselbe Anzeige, aufgeräumt — „Softwareentwickler (m/w/d), Einstiegsgehalt 58.000 bis 66.000 EUR brutto im Jahr, schwerbehinderte Bewerber werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt" — ergibt null Treffer und null Euro. Der Unterschied sind drei Sätze.
Die Prüfung ist vollständig kostenlos: alle neun Regeln, der ganze Befund, beide Beträge, das Datum. Kein Limit, kein Wasserzeichen, keine gesperrte Zeile. Der Key für 29 US-Dollar schaltet zwei andere Achsen frei — Mitnehmen (CSV-Export in die Personalakte) und Wiederholung (Fristalarm vor Ablauf der zwei Monate). Eine anwaltliche Einzelprüfung einer Anzeige liegt üblicherweise bei 150 bis 300 EUR Honorar. Der Anzeigentext verlässt den Browser nicht; nach außen geht nur die Prüfung des Lizenzschlüssels.
Sie fügen den Text einer Stellenanzeige in das Popup ein. Die Erweiterung prüft ihn gegen neun Regeln aus dem AGG, dem SGB IX und Artikel 5 der EU-Entgelttransparenzrichtlinie, nennt jeden Treffer im Klartext, rechnet das Entschädigungsrisiko nach AGG Paragraf 15 Abs. 2 in Euro und nennt das Datum, bis zu dem ein Bewerber seinen Anspruch schriftlich geltend machen kann.
Für Recruiter, HR-Generalisten und Personalberaterinnen in Deutschland, die Stellenanzeigen selbst texten oder freigeben, und für kleine Unternehmen ohne eigene Rechtsabteilung. Auch öffentliche Arbeitgeber, für die Artikel 5 der Richtlinie seit dem 8. Juni 2026 unmittelbar gilt, nutzen die Prüfung vor der Veröffentlichung.
Weil er den Umsetzungsstand verwechselt. Die Frist zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2023/970 lief am 7. Juni 2026 ab, doch Deutschland hatte an diesem Tag kein Gesetz. Unmittelbar wirkt die Gehaltsangabe deshalb nur gegenüber öffentlichen Arbeitgebern. Die Erweiterung unterscheidet beide Fälle und rechnet mit Ihrem eigenen Gehalt, statt eine Zahl zu schätzen.
Kostenlos ist die vollständige Prüfung: alle neun Regeln, der Befund im Klartext, das Euro-Risiko und das Fristdatum, ohne Limit und ohne Wasserzeichen. Der Key für 29 US-Dollar schaltet zwei andere Achsen frei: den CSV-Export des Befunds zum Ablegen in der Personalakte und den Fristalarm vor Ablauf der Zwei-Monats-Frist.
Eine anwaltliche Einzelprüfung einer Stellenanzeige liegt in Deutschland üblicherweise bei 150 bis 300 Euro Honorar. Teurer ist der Fehler selbst: Nach AGG Paragraf 15 Abs. 2 beträgt die Entschädigung bei Nichteinstellung bis zu drei Monatsgehälter, bei 4.800 Euro brutto also bis zu 14.400 Euro je abgelehntem Bewerber.
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