Aktienverluste zählen nur gegen Aktiengewinne (§ 20 Abs. 6 Satz 4 EStG). Wer sie gegen Optionsgewinne rechnet, legt zu wenig zurück – fällig mit der Erklärung 2026, Frist 2. August 2027.
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| Dein Trading-Ergebnis 2026 laut Konto | - |
| Aktien-Topf: Saldo nach Vortrag (§ 20 Abs. 6 Satz 4 EStG) | - |
| Allgemeiner Topf: Optionen, CFDs, Dividenden | - |
| Aktienverlust, der nur gegen Aktiengewinne zählt (Vortrag 2027) | - |
| Positive Einkünfte nach Verlustverrechnung | - |
| Verlust im allgemeinen Topf (Vortrag 2027) | - |
| Steuerpflichtig nach Sparer-Pauschbetrag | - |
| Abgeltungsteuer (25 %, mit KiSt e/(4+k)) | - |
| Solidaritätszuschlag (5,5 %) | - |
| Steuerrücklage 2026 inkl. Kirchensteuer | - |
| Steuer, wenn man einfach das Konto-Ergebnis versteuert | - |
| So viel zu wenig zurückgelegt | - |
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Grundlage: Abgeltungsteuer 25 % (§ 32d Abs. 1 EStG), Soli 5,5 %, Kirchensteuer über e/(4+k). Aktienverluste nur gegen Aktiengewinne (§ 20 Abs. 6 Satz 4 EStG). Die frühere 20.000-€-Grenze für Verluste aus Termingeschäften hat das Jahressteuergesetz 2024 gestrichen, auch für alle offenen Fälle. Sparer-Pauschbetrag 1.000 € / 2.000 € (§ 20 Abs. 9 EStG). Beim Auslandsbroker ohne Steuerabzug gehören die Erträge in die Anlage KAP (§ 32d Abs. 3 EStG); Erklärung 2026 ohne Berater bis 02.08.2027. Beispiel vorbelegt: Aktien +4.000 € / −16.000 €, Optionen & CFDs +37.000 € / −24.000 €, Dividenden 1.000 €. Krypto (§ 23 EStG) nicht enthalten. Kein Handelssignal, keine Steuerberatung.
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Ein Trading Tagebuch zeigt Trefferquote und Jahresergebnis. Für Trader in Deutschland fehlt die Frage, die Geld kostet: Wie viel davon gehört dem Finanzamt? Das Konto-Ergebnis ist nicht die Zahl, die besteuert wird.
Der Grund steht in § 20 Abs. 6 Satz 4 EStG. Verluste aus der Veräußerung von Aktien dürfen nur mit Gewinnen aus der Veräußerung von Aktien verrechnet werden. Alles andere – Optionen, Futures, CFDs, Zertifikate, Dividenden, Zinsen – läuft im allgemeinen Verlusttopf. Ein Verlust im allgemeinen Topf darf auch Aktiengewinne mindern, umgekehrt gilt das nicht. Ein Aktienverlust, der im Jahr keinen Aktiengewinn findet, wird ins nächste Jahr vorgetragen und senkt die Steuer in diesem Jahr um keinen Cent.
Unser vorbelegtes Beispiel zeigt, was das bedeutet. Ein Trader hat 2026 mit Aktien 4.000 € gewonnen und 16.000 € verloren. Mit Optionen und CFDs hat er 37.000 € gewonnen und 24.000 € verloren, dazu kommen 1.000 € Dividenden. Das Konto zeigt ein Plus von 2.000,00 €. Wer dieses Plus nach Abzug des Sparer-Pauschbetrags von 1.000 € versteuert, rechnet mit 263,75 € Abgeltungsteuer und Soli.
Die richtige Rechnung trennt die Töpfe. Der Aktien-Topf steht bei -12.000,00 €; dieser Betrag wird für 2027 vorgetragen. Der allgemeine Topf steht bei 14.000,00 €. Nach dem Pauschbetrag bleiben 13.000,00 € steuerpflichtig. Darauf fallen 3.250,00 € Abgeltungsteuer (25 %, § 32d Abs. 1 EStG) und 178,75 € Solidaritätszuschlag an. Die Steuerrücklage beträgt 3.428,75 €. Wer nur das Konto-Ergebnis versteuert, hat 3.165,00 € zu wenig zurückgelegt.
Beim deutschen Broker führt die Bank die Töpfe und behält die Steuer ein. Beim Auslandsbroker ohne deutschen Steuerabzug, etwa Interactive Brokers, zieht niemand etwas ab. Die Erträge gehören in die Anlage KAP (§ 32d Abs. 3 EStG), und die Nachzahlung kommt erst mit dem Steuerbescheid. Die Erklärung 2026 ist ohne Steuerberater bis 31.07.2027 fällig; weil dieser Tag ein Samstag ist, endet die Frist am Montag, dem 2. August 2027.
Eine zweite Regel kennen viele Ratgeber noch in der alten Fassung. Bis 2024 durften Verluste aus Termingeschäften nur bis 20.000 € im Jahr verrechnet werden. Das Jahressteuergesetz 2024 hat diese Grenze gestrichen, auch für alle offenen Fälle. Im Beispiel werden die 24.000 € Verluste aus Optionen und CFDs deshalb vollständig mit den Gewinnen verrechnet.
Kirchensteuer verändert die Rechnung zusätzlich. Mit Kirchensteuer wird die Abgeltungsteuer nach der Formel e/(4+k) ermittelt, wobei k der Kirchensteuersatz ist. Bei 9 % Kirchensteuer steigt die Rücklage im Beispiel auf 3.639,36 €.
So funktioniert der kostenlose Steuer-Check auf der Seite: Du fügst deine geschlossenen Trades aus dem Broker-Export ein, eine Zeile pro Trade. Die letzte Zahl der Zeile gilt als Ergebnis. Zeilen mit Call, Put, Option, Future, CFD, FDAX, Turbo, KO oder Zertifikat landen im Derivate-Topf, alle anderen im Aktien-Topf. Der Rechner zeigt die Zahl der Trades, die Gewinner und die Trefferquote und trägt die Summen ein. Dividenden, Vortrag laut Bescheid, Pauschbetrag und Kirchensteuersatz ergänzt du selbst. Die 12 Rechenzeilen zeigen beide Töpfe, beide Vorträge für 2027, die Steuerrücklage und die Lücke zur Konto-Rechnung.
Die Excel-Vollversion ist das Tagebuch fürs ganze Jahr: ein Trade-Log für 1.000 Trades mit Kategorie, Risiko und R-Vielfachem, eine Monatsübersicht mit Ergebnis, Trefferquote und den Summen je Topf und ein Quellenblatt. Nicht enthalten sind Krypto (§ 23 EStG), Quellensteuer-Anrechnung und Günstigerprüfung. Das Werkzeug gibt keine Handelssignale und ersetzt keine Steuerberatung.
Du trägst deine Gewinne und Verluste 2026 getrennt nach Aktien und nach Optionen, Futures, CFDs und Zertifikaten ein oder fügst deine Trades ein. Der Rechner trennt den Aktien-Topf vom allgemeinen Topf, zieht den Sparer-Pauschbetrag ab und zeigt Abgeltungsteuer, Soli, Kirchensteuer, Steuerrücklage und die Verlustvorträge für 2027.
Für Privattrader in Deutschland, die bei einem Auslandsbroker ohne deutschen Steuerabzug handeln, etwa Interactive Brokers, und Aktien zusammen mit Optionen oder CFDs traden. Dort zieht niemand die Abgeltungsteuer ab; du gibst die Erträge in der Anlage KAP an und musst die Steuer selbst zurücklegen.
Broker-Reports und gängige Trading-Journals zeigen ein Gesamt-Plus über alle Trades. Nach § 20 Abs. 6 Satz 4 EStG dürfen Aktienverluste aber nur mit Aktiengewinnen verrechnet werden. Wer das Gesamt-Plus versteuert, legt zu wenig zurück. Im Beispiel sind es 3.165,00 € weniger als die tatsächliche Steuer von 3.428,75 €.
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