Für Angestellte mit Etsy-Shop, Freelance oder anderem Nebengewerbe. Ab 410 € Gewinn neben dem Lohn ist die Steuererklärung 2026 Pflicht (§ 46 Abs. 2 Nr. 1 EStG), zu spät abgegeben kostet sie mindestens 25 € je angefangenem Monat (§ 152 Abs. 5 AO). Bis 820 € zieht der Härteausgleich einen Teil wieder ab. Einnahmen und Ausgaben eintragen, Ergebnis sofort sehen.
| Gewinn aus dem Nebengewerbe (EÜR) | 750,00 € |
| Nebeneinkünfte ohne Lohnsteuerabzug gesamt | 750,00 € |
| Abstand zur 410-€-Grenze (negativ = darüber) | -340,00 € |
| Steuererklärung 2026 Pflicht nach § 46 Abs. 2 Nr. 1 EStG | ja |
| Härteausgleich (§ 46 Abs. 3 EStG, § 70 EStDV) | 70,00 € |
| Steuerpflichtiger Rest der Nebeneinkünfte | 680,00 € |
| Einkommensteuer darauf (Näherung mit Ihrem Grenzsteuersatz) | 204,00 € |
| Davon gespart durch den Härteausgleich | 21,00 € |
| Verspätungszuschlag je angefangenem Monat nach Fristende 02.08.2027 (mind. 25 €, § 152 Abs. 5 AO) | 25,00 € |
| Erstattung bei Verlust, wenn Sie freiwillig abgeben (Näherung) | 0,00 € |
| Puffer bis zur Kleinunternehmergrenze 25.000 € (Umsatz 2026 entscheidet über 2027) | 22.600,00 € |
„ja“ = mehr als 410 € Nebeneinkünfte: Die Steuererklärung 2026 ist Pflicht, Abgabe bis 02.08.2027 (der 31.07.2027 ist ein Samstag). Die Steuer ist eine Näherung mit Ihrem Grenzsteuersatz. Nicht gerechnet: Soli, Kirchensteuer, Gewerbesteuer, andere Pflichtgründe wie Steuerklasse V.
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410 €: Angestellte müssen eine Steuererklärung abgeben, wenn ihre Einkünfte ohne Lohnsteuerabzug mehr als 410 € betragen (§ 46 Abs. 2 Nr. 1 EStG). Bis 410 € bleiben sie steuerfrei (§ 46 Abs. 3 EStG).
820 €: Zwischen 410 € und 820 € zieht das Finanzamt den Betrag ab, der bis 820 € fehlt (Härteausgleich, § 70 EStDV). Beispiel: 750 € Gewinn → 70 € Abzug → 680 € steuerpflichtig.
Zu spät: Bei einer Pflicht-Erklärung mit Nachzahlung kostet jeder angefangene Monat nach Fristende 0,25 % der Nachzahlung, mindestens 25 € (§ 152 Abs. 5 AO).
25.000 €: Kleinunternehmer ohne Umsatzsteuer bleiben Sie 2027 nur, wenn Ihr Umsatz 2026 höchstens 25.000 € beträgt (§ 19 UStG).
800 €: Arbeitsmittel bis 800 € netto je Stück ziehen Sie im Jahr der Anschaffung voll ab (§ 6 Abs. 2 EStG); teurere werden über die Nutzungsdauer abgeschrieben.
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750 € Gewinn aus dem Nebengewerbe reichen: Für Angestellte in Deutschland ist die Steuererklärung 2026 damit Pflicht, denn die Grenze liegt bei 410 € Nebeneinkünften ohne Lohnsteuerabzug.
So sieht die Rechnung für einen Etsy-Shop neben dem Job aus:
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Betriebseinnahmen 2026 (Kleinunternehmer) | 2.400,00 € |
| laufende Ausgaben (Material, Gebühren, Porto, Software) | 1.230,00 € |
| Arbeitsmittel bis 800 € netto (Drucker) | 420,00 € |
| Gewinn | 750,00 € |
| über der 410-€-Grenze | 340,00 € |
| Härteausgleich (820 € − 750 €) | 70,00 € |
| steuerpflichtig | 680,00 € |
| Einkommensteuer bei 30 % Grenzsteuersatz | 204,00 € |
Gerechnet: 2.400,00 € − 1.230,00 € − 420,00 € = 750,00 €. 750,00 € − 70,00 € = 680,00 €. 680,00 € × 30 % = 204,00 €.
Wer Arbeitslohn mit Lohnsteuerabzug bezieht, muss nach § 46 Abs. 2 Nr. 1 EStG eine Steuererklärung abgeben, sobald die Einkünfte ohne Lohnsteuerabzug zusammen mehr als 410 € betragen. Gemeint ist der Gewinn, nicht der Umsatz: Ein Shop mit 2.400 € Einnahmen und 2.120 € Ausgaben liegt bei 280 € und bleibt unter der Grenze. Bis 410 € werden die Einkünfte nach § 46 Abs. 3 EStG vom Einkommen abgezogen, sie bleiben also steuerfrei.
Zwischen 410 € und 820 € kippt nicht gleich alles in die Steuer. § 70 EStDV zieht den Betrag ab, um den Ihre Nebeneinkünfte unter 820 € liegen. Bei 750 € sind das 70 €, bei 500 € wären es 320 €. Ab 820 € fällt der Abzug weg: Bei 2.400 € Gewinn sind alle 2.400 € steuerpflichtig, bei 30 % Grenzsteuersatz rund 720 € Einkommensteuer.
Die Erklärung für 2026 ist sieben Monate nach Jahresende fällig (§ 149 Abs. 2 AO). Der 31.07.2027 ist ein Samstag, deshalb endet die Frist am 02.08.2027 (§ 108 Abs. 3 AO). Wer mit Nachzahlung zu spät kommt, riskiert einen Verspätungszuschlag von 0,25 % der Nachzahlung je angefangenem Monat, mindestens 25 € je Monat (§ 152 Abs. 5 AO).
Als Kleinunternehmer stellen Sie keine Umsatzsteuer in Rechnung, solange der Umsatz im Vorjahr höchstens 25.000 € und im laufenden Jahr höchstens 100.000 € beträgt (§ 19 UStG). Mit 2.400 € Umsatz 2026 bleiben 22.600 € Puffer bis zur Grenze, die über 2027 entscheidet.
Die bekannten kostenlosen EÜR-Vorlagen rechnen Einnahmen minus Ausgaben. Die Frage eines Angestellten ist aber eine andere: Muss ich überhaupt abgeben, und wie viel davon wird besteuert? Diese EÜR Vorlage nebenberuflich prüft genau das in 5 Checks: 410 €, Härteausgleich bis 820 €, Verspätungszuschlag, 25.000-€-Grenze und Arbeitsmittel bis 800 € netto.
Kostenlos im Browser sehen Sie alle 11 Rechenzeilen mit Ihren eigenen Zahlen. Die Excel-Mappe fürs ganze Jahr hat eine Belegliste mit 300 Zeilen und 8 Kategorien, eine Monatsübersicht, die den Monat zeigt, in dem Ihr Gewinn 410 € und 820 € überschreitet (im Beispiel: November), und einen ELSTER-Spickzettel.
Sie zieht Ihre Betriebsausgaben und Arbeitsmittel von den Betriebseinnahmen ab und prüft den Gewinn gegen die 410-€-Grenze für Angestellte. Dann rechnet sie den Härteausgleich bis 820 €, den steuerpflichtigen Rest, die Einkommensteuer darauf und den Verspätungszuschlag je Monat. Beispiel: Etsy-Shop neben dem Job, 2.400,00 € Betriebseinnahmen 2026, 1.230,00 € laufende Ausgaben, 420,00 € Arbeitsmittel = 750,00 € Gewinn. Das sind 340,00 € über der 410-€-Grenze: Steuererklärung 2026 Pflicht. Härteausgleich 820 € − 750 € = 70,00 €, steuerpflichtig bleiben 680,00 €, bei 30 % Grenzsteuersatz rund 204,00 € Einkommensteuer.
Für Angestellte mit Lohnsteuerabzug, die nebenbei ein Gewerbe oder eine freiberufliche Tätigkeit haben, etwa einen Etsy-Shop, Fotografie oder Webdesign, und als Kleinunternehmer ohne Umsatzsteuer abrechnen. Geprüft wird die Pflicht nach § 46 Abs. 2 Nr. 1 EStG; andere Gründe wie Steuerklasse V oder mehrere Arbeitgeber machen die Erklärung ebenfalls zur Pflicht.
Die kostenlosen Vorlagen von Buchhaltungsanbietern rechnen Einnahmen minus Ausgaben. Für Angestellte entscheidet aber erst die 410-€-Grenze, ob die Steuererklärung Pflicht ist, und zwischen 410 € und 820 € zieht der Härteausgleich einen Teil wieder ab. Beides fehlt dort, ebenso der Verspätungszuschlag von mindestens 25 € je Monat.
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Die Zeitgebühr nach § 13 StBVV beträgt 16,50 € bis 41 € je angefangene Viertelstunde. Die Vorlage kostet einmalig $21 und rechnet jede neue Zahl sofort neu. Sie ersetzt keine Beratung im Einzelfall, zeigt Ihnen aber vorher, ob überhaupt eine Pflicht-Erklärung ansteht und wie viel Steuer ungefähr darauf entfällt.
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